• Hektor
  • Rasse: Dobermann x Ridgeback x Dt. Dogge
  • Alter: 01.01.2016
  • Geschlecht: männlich, intakt
  • Im Tierheim, weil: Abgabe
  • Im Tierheim seit: Dezember 2020

Ach Hektor, du alter Herzensbrecher.

Wie eine große Flagge im Wind schwebt Heki über unser Gelände und tönt mit seiner dunklen Stimme gegen den Wind. Ein Monukel und ein paar Kaiserslatschen würden der interessante Mischling aus Dobermann x Dogge und Ridgeback sicher mit Würde tragen.

Hektors Geschichte ist sehr traurig, da seine Vorbesitzer sich wirklich viel Mühe gegeben, mehrere tausend Euro in ‚Trainer‘ und am Ende in ein ‚Resozialisierungscamp‘ investiert haben. Leider brachte all dies gar nichts und keiner konnte den Haltern Hektors Verhalten erklären und somit war die Sache zum Scheitern verurteilt.

Hätte man Hektors Verhalten erkannt, wäre wohl ein gutes Konzept entstanden um mit ihm neue Wege zu gehen. Aber hätte, hätte Fahrradkette – nun ist der große Genosse bei uns und wir setzen die Segel neu.

Hektors Problemzonen sind Unsicherheit und der Job den er gerne hätte, aber leider gänzlich unqualifiziert ist . Die rehbraune Alarmanlage ist beim Spaziergang in Etwa so entspannt, wie ein Starkstrommast und attackiert hysterisch fremde Menschen, die eigentlich nichts von ihm wollen. Auch Zuhause steht er nicht so auf Besucher und lies seinen Frust bisher an Frauchen aus, mit Anspringen, in die Arme greifen (mit seinen Zähnchen) usw. Ein sehr großer Hund, der nicht wirklich weiß, wohin mit sich und überdreht, aber auch noch nie ernsthaft gebissen hat.

Er möchte irgendwie der Chef sein, aber eigentlich auch nicht und irgendwie passt er ja auch auf, aber eigentlich nicht so wie es sein soll – und bei all den Fragen die er sich jeden Tag stellt, klingeln irgendwann die großen Ohren und es fehlt ein Mensch an seiner Seite, der ne‘ Antwort darauf hat. Hektor ist eher der Typ der hübsch am Zaun steht und vielleicht drei Mal anschlägt, bevor Herrchen oder Frauchen zielsicher das Ruder übernehmen.

Für den rehbraunen Schönling suchen wir Menschen, die, die Ruhe mit Löffeln gegessen haben und ihm körperlich gewachsen sind. Menschen, die ihn ausbremsen aber auch auffangen können. Mit Hündinnen und Kastraten ist er hier gut verträglich, aber das ändert sich natürlich auch, sobald er in der Außenwelt an der Leine geführt wird. Wir arbeiten mit Hektor bereits an neuen Lösungsstrategien und auch wenn’s nicht Not tut, für seine Menschen würde er durch’s Feuer gehen.