Ehemalige Schützlinge berichten…

Mal ist es Liebe auf den ersten Blick, ein anderes Mal braucht es etwas Zeit, um sich zu „beschnuppern“: Hier berichten unsere ehemaligen Schützlinge und/oder ihre neuen Halter, wie es ihnen in ihrem neuen Zuhause ergeht und welche Abenteuer sie erleben.

Sie haben auch einen Schützling aus unserem Tierheim adoptiert? Dann schicken Sie uns auch seine Geschichte an: info@tierheim-luebeck.de

Liebes Tierheim-Team,

Merle
Merle ist Anfang Januar bei uns eingezogen und hat sich überraschend schnell (berei
ts nach 2 Tagen) mit ihrer Mitbewohnerin Lisa vertragen. Lisa hat im Dezember ihre Schwester verloren und brauchte ganz dringend einen neuen Spielkameraden. Mittlerweile schlafen beide sogar zusammen. Nur auf den Kratzbaum darf Merle nicht. Aber das ist für sie völlig okay. Auch ihre Ohren sind mittlerweile gut verheilt und sie hört gut. Seit 2 Wochen erkundet Merle auch draußen alles und da Merle weiß, wie sie die Haustür aufbekommt, wird hier jetzt immer alles abgeschlossen – das ist auch für uns neu.

Otto
Otto ist ja nun seit 2 Monaten bei mir. Und ich kann nur sagen, dass es die richtige Entscheidung war die arme Wurst zu adoptieren. Er ist echt ’n Schätzchen! Hatte sich schon nach ein paar Runden durch die Wohnung alles eingeprägt. Geht artig aufs Klo. Macht kein dummes Zeug, wenn er allein ist und ist total anhänglich und verschmust und ich genieße jeden Tag den ich mit ihm habe. Hat natürlich auch so seine kleinen Schrullen… Fressen tut er recht gut. Allerdings nicht mehr in der Küche, wie eigentlich angedacht, sondern auf dem Sofa. Naja, ist auch meine Schuld… Am Anfang, als Essen noch doof war, habe ich es ihm an seinem Lieblingsplatz bereit gestellt. Damit wenigstens ein Häppchen rein ging… jetzt frisst er halt nur noch da. Aber da er ein sehr ordentlicher Esser ist und nicht rumsaut…was solls! Die gesundheitlichen Problemchen haben wir ja seit gut 2 Wochen auch im Griff. Schilddrüsenwert ist jetzt tippi toppi und man merkt es dem Kerlchen an. Ist nicht mehr zappelig, wird langsam ein klein wenig runder, Fell glänzt, Verdauung klappt gut und ist trotz blind und alt interessiert an seiner Welt. Vor allem der Balkon hat es ihm angetan. Und eine kleine Quasselstrippe ist er auch. Finde ich aber ehrlich gesagt ganz charmant. Hoffe, man sieht wie wohl sich mein Bärchen fühlt. So, ich drücke allen anderen Pelzgesichtern, Schuppentierchen und Federvieh die Daumen, dass es bald den passenden Menschen für sie gibt und hoffe, dass auch die mit Handicap Beachtung finden! Kann nur sagen: es lohnt sich!

Orlando
Ein weiteres Jahr ist nun vergangen und ich feiere am Mittwoch meinen 16. Geburtstag bei meiner Familie. Nun bin ich schon 4 Jahre bei Ihnen und fühle mich sehr wohl. Bis auf ein paar Alterserscheinungen bin ich topfit und habe alle im Griff. Vor Weihnachten hatte ich noch eine OP wegen einer Zyste, aber alles gut. Wir waren alle ziemlich erleichtert. Meine Dosenöffner erzählen mir immer was es Neues bei Euch gibt, Dank Internet! So, nun wünschen wir einen tollen Frühling und ich melde mich wieder. Wenn es nach meinem Frauchen geht, werde ich mindestens 30 (!). Passt schön auf Euch auf! Euer Orlando und Familie

Rusty
Heute möchte auch ich mich melden und kurz erzählen, wie es mir in meinem neuen Zuhause so geht. Im November 2017 hat mich mein neues Frauchen im Tierheim abgeholt, nachdem sie mich dort zweimal besucht hat. Mein Name bei euch war „Scratcher“, da mein Frauchen sich den Namen aber nicht so gut merken konnte, hat sie mir den tollen Namen „Rusty“ gegeben. In meinem neuen Zuhause wartete schon mein neuer Kumpel Balou auf mich. Balou kam sofort auf mich zu und wollte spielen, aber ich hatte Angst und habe mich die ersten paar Stunden versteckt. Mein Frauchen hat mir für die erste Nacht ein Zimmer hergerichtet, dort war ich alleine und konnte mich in Ruhe umsehen. Mittlerweile liebe ich es zu kuscheln und zu schmusen. Nur auf den Arm genommen zu werden, das mag ich gar nicht. Jetzt, wo ich mich so gut eingelebt habe, treiben wir unser Frauchen so manches Mal in den Wahnsinn. Ich muss auch eingestehen, ich bin der frechere von uns beiden. Unser Frauchen hat uns soooo tolle Kratzbäume und Kratzpappen gekauft, aber ich finde es doch viel schöner, die Wände von den Tapeten zu befreien. Aber Frauchen ist trotzdem immer lieb und schimpft nur ganz wenig mit uns. Ich hoffe, ich habe viele tolle Jahre hier bei meinem Frauchen. Ich sage Danke für die tolle Betreuung bei euch im Tierheim und drücke die Daumen, dass alle Tiere ein so schönes Zuhause finden wie ich es habe.

Es grüßt euch ganz herzlich!
Eurer Rusty  („Scratcher“)

Tigga und Quasimodo
Jetzt ist es schon fast ein halbes Jahr her, dass wir Katze Tigga und Kater Quasimodo zu uns nach Hause geholt haben und es kommt uns vor, wie eine halbe Ewigkeit – als wären die beiden schon immer bei uns. Mittlerweile sind wir nach Hamburg umgezogen. Der Umzug war ganz schön aufregend für die zwei, aber sie haben es beide gut überstanden. Tigga hat zwar etwas gebraucht bis sie richtig angekommen ist, aber mittlerweile hat sie ihr neues (viel größeres) Zuhause akzeptiert und beide fühlen sich wohl. Da Tigga Diabetes hat, mussten wir uns Zuhause erst mal umstellen (regelmäßiges Zucker messen, feste Futterzeiten usw.) aber ich muss sagen, mittlerweile klappt es echt gut. Das
messen findet sie so lala, lässt es aber gut mit sich machen und das Spritzen des Insulins ist gar kein Problem, da kommt die Kleine sogar immer sofort an, wenn sie merkt, es ist soweit. Es gibt dann ja auch immer eine kleine Belohnung, die sie sich nicht entgehen lassen will.Trotz ihres Alters von 14 Jahren und dem Diabetes ist Tigga super fit und ab und an will sie sogar noch spielen. Ansonsten ist sie eine echte Schmusebacke und holt sich regelmäßig Streicheleinheiten ab. Tigga wurde uns als „ruhig und lieb“ vermittelt und was soll ich sagen? Genau das ist sie auch. Sie ist so eine wunderbare Katze, die nicht jeden an sich ran lässt, aber nach einigen Monaten war das Eis gebrochen und sie hat verstanden, dass wir sie nicht wieder abgeben werden und sie für immer bei uns bleibt. Mittlerweile gibt sie uns täglich auf ihre „Tigga-Art“ so unglaublich viel Liebe zurück, dass wir gar nicht mehr wissen wohin mit der ganzen Liebe.

Ja, und Quasimodo? Was soll man zu diesem Kater sagen? Bei Quasimodo und mir war es Liebe auf den ersten Blick. Der kleine wurde gefunden und konnte nicht mehr laufen. Er war aufgrund einer Wirbelsäulenerkrankung querschnittsgelähmt. Als er dann im Tierheim auf mich zu „geschliffen“ kam und sich (wie auch immer er das mit nur seinen Vorderbeinen geschafft hat) auf mich zog, sich festkrallte und schnurrte war es um mich geschehen. Selbst wenn ich mich für eine andere Katze entschieden hätte, hätte ich den kleinen Schatz wahrscheinlich eh nicht mehr von mir losbekommen, da er sich so festgehalten hat und keine Anstalten machte, wieder von mir runter zu klettern.
Eigentlich war ich eher auf der Suche nach einer weiblichen Katze, da Tigga damals schon Zuhause war und ich dachte, zwei Damen verstehen sich vielleicht besser. So von Frau zu Frau. Aber wie das dann nun mal immer so ist, ging ich dank des Engagements der Tierpflegerin und der Tierklinik noch am selben Tag mit Quasimodo nach Hause. Denn eigentlich hätte das Tierheim gleich schon geschlossen und die Tierklinik noch keine Sprechstunde. Da ich aber zu einem Beratungsgespräch musste, bevor ich den kranken Kerl adoptieren konnte, machten sie es möglich, dass ich trotzdem zum Tierarzt konnte und so kam es, dass Quasimodo an dem Tag sein neues Zuhause fand. Zuhause wurde er vom Osteopathen behandelt und bekam weiterhin sein Schmerzmittel. Nach und nach kamen seine Kräfte zurück und er lief immer etwas besser. Quasimodo hat eine so unendliche Lebensfreude und so einen starken Willen, sodass er heute, ein halbes Jahr später wieder laufen, manchmal sogar springen, und sein Schwänzchen heben kann. Klar, er läuft schon eigenartig und hat die absurdesten Schlaf- und Sitzpositionen aufgrund seiner Behinderung, aber er ist total unabhängig und kann alles machen, was er möchte. Sogar seine Körperpflege läuft selbständig ab und wir müssen ihn nicht mehr unterstützen. Heute ist Quasimodo Schmerzmittel frei und es geht im prima. Quasimodo liebt es zu spielen, zu toben und vor allem eins, zu schmuuusen!

Er ist mein ganz persönliches Wunder. Der kleine ist echt der Hammer! Er hat sich in so einer kurzen Zeit zurück ins Leben gekämpft und eine neue Familie gefunden. Wir sind so unendlich dankbar für diese beiden Schätze, jeder von ihnen ist einzigartig liebenswert. Wir danken Ihnen und allen Kollegen für die liebevolle Pflege im Heim und die tolle Vermittlung.

Loui
Mein Name bei euch war Bert und nun wurde ich adoptiert und heiße jetzt Loui. Ich war ein sehr ängstlicher Gefährte, freute mich aber über jede Streicheleinheit. Heute bin ich sehr aufgeschlossen und habe viel Blödsinn im Kopf. Meine neue Freundin Luna (Hund) ist klasse wir spielen jeden Tag und jedes Wochenende dürfen wir in den Freilauf und uns austoben. Meine neuen Besitzer wussten nicht, ob ich mit Katzen zurecht komme, aber auch das habe ich gelernt. Mir geht es in meinem neuen Zuhause sehr gut. Ich habe auch zwei Kinder im Haushalt. Bei Spaziergängen passe ich sehr gut auf die beiden auf. Mir könnte es nicht besser gehen. Ein wenig habe ich auch schon zugenommen. Ich bin sehr froh, dass ich ein neues Zuhause gefunden habe. Seid alle lieb gegrüßt von mir und meiner Familie!