Welches Frauchen oder Herrchen möchte nicht auch, dass es dem eigenen Liebling weiterhin gut gehe, wenn man eines Tages, sei es wegen eines Unglücksfalls oder gar des eigenen Todes, plötzlich nicht mehr in der Lage ist, sich selbst um ihn zu kümmern?

Insoweit lässt sich Vorsorge treffen: Für den Todesfall kann im Testament dem Erben eine Auflage gemacht werden, in einer bestimmten Weise für das Tier zu sorgen, oder das Tier kann im Testament jemandem als ein Vermächtnis zugewandt werden, ggf. ebenfalls mit der Auflage, in bestimmter Weise für das Tier zu sorgen.

Eine weitere Möglichkeit der Vorsorge stellt eine – möglichst schriftlich zu erteilende – Haustier-Betreuungsvollmacht dar.
In ihr kann von Frauchen oder Herrchen für den Fall des eigenen dauerhaften körperlichen bzw. geistigen Unvermögens oder des eigenen Todes geregelt werden, wer sich – z.B. bis zur Testamentseröffnung – wie um die Fortsetzung der Betreuung des Tieres kümmern soll. Zweckmäßig ist es, im Vorwege die Eignung und Bereitschaft des in Aussicht genommenen Vollmachtnehmers abzuklären und ihm die schriftliche Vollmacht direkt zukommen zu lassen.

Im Falle, dass sich kein zur Übernahme der Betreuung des Tieres geeigneter und bereiter Vollmachtnehmer findet, kann das Tier auch bei einem Tierschutzverein eine Betreuung finden.

Sollten Sie weitere Informationen zur Haustier-Betreuungsvollmacht wünschen, können Sie sich dazu gern an die Mitarbeiter des Tierheims Lübeck wenden.

Peter Klang

Muster Haustierbetreuungsvollmacht (Muster vom deutschen Tierschutzbund)