• Dexter
  • Rasse: Irish Terrier
  • Alter: 29.03.2011 geboren
  • Geschlecht: männlich, kastriert
  • Im Tierheim, weil: Abgabehund, überfordert mit der Haltung
  • Im Tierheim seit: 17.10.2015

In Irland nennt man sie Red Devils, lernt man Dexter kennen versteht man warum. Dexter, in sympathischer Alf-Optik, ist ein schönes Beispiel dafür was passiert wenn man immer nett zu einem Terrier ist. Der Hund selber ist es nicht. Was nicht heißt das Dexter ein schlechter Typ wäre, im Gegenteil. Dexter vereint viele Dinge in sich die wir bei Mitmenschen sehr schätzen. Ehrlichkeit zum Beispiel und Konsequenz. Gradlinig ist er und klug, humorvoll und fröhlich. Klingt nett, nicht wahr? Dumm nur das wir all diese Eigenschaften zwar bei Menschen schätzen, bei Hunden aber nicht. Denn so ein Hund ist eben nicht der süße Wuschel mit dem man alles machen kann, es ist mehr der süße Wuschel mit dem man alles diskutieren kann und MUSS. Und Hunde diskutieren eben weniger mit Worten, mehr mit Taten. Dexter versteht sich mit Hunden so gut wie mit Menschen, zumindest so lange er nicht blöd angequatscht oder in Frage gestellt wird. Wird er in Frage gestellt antwortet er eben, sei es weil man etwas verbietet oder einfach wegen „störens einer höheren Person“. Tut man also etwas Störendes bekommt man eine ehrliche Antwort, deren Härte von der Schwere des Vergehens abhängt. Man kann sich natürlich fügen, dann hat man kein Problem, oder man nimmt es auf sich, was sinnvoller wäre, eine vernünftige Streitkultur mit Dexter zu etablieren. Hat man die ist er ein guter Kumpel der durch dick und dünn mit einem geht und sich von NICHTS schrecken lässt, man hat einen Pakt mit dem (roten) Teufel. Bis dahin muss man mit seiner Persönlichkeit umgehen und das Programm einer echten Partnerschaft, nämlich Glück, Blut, Schweiß und Tränen (alles wörtlich zu nehmen) leben wollen. Natürlich gibt es auch unkomplizierte Dinge in Dexters Leben. Er kann ohne Probleme Auto fahren, alleine bleiben und an der Leine gehen. Er kennt einen Maulkorb (wichtig!) und ist nett zu fremden Menschen. Kein schlechter Typ also, so wie Alf auch keiner war. Aber eben auch einer der Katzen frisst und das Leben seiner Menschen verändert.